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Die Grauzone der KI

Die KI-Debatte ist an den Rändern laut. Die meisten Teams sitzen in der Mitte: genug lernen, bei einem echten Bedarf anfangen und Schritt für Schritt vorgehen.

KI ist keine Ja-oder-Nein-Frage

Die meisten Teams leben in der Grauzone

Die meisten Unternehmen sind weder KI-Untergangspropheten noch Fanboys. Sie sitzen in der Mitte, dort, wo die eigentliche Arbeit passiert: genug verstehen, um gute Entscheidungen zu treffen.

Screenshot einer Dario-Amodei-Prognose über KI, die in 3 bis 6 Monaten 90 Prozent des Codes schreiben soll

Diese Uhr fühlt sich an, als hätte sie schon zweimal ablaufen müssen.

Source: Business Insider

Sie müssen nicht jedes Modell lieben, und Sie müssen nicht jede neue Veröffentlichung fürchten. Sie brauchen aber genug Sprachgefühl, um der Diskussion folgen, die richtigen Fragen stellen und erkennen zu können, wo KI hilfreich sein kann.

Ein gutes Beispiel ist ein Team, das KI in einen Workflow bringen will. Die eigentliche Frage ist nicht, welches Modell man nutzt. Die eigentliche Frage ist, ob das Problem ein neues Tool, eine Prozessänderung oder einfach besseres Urteilsvermögen darüber braucht, wo KI hingehört.

Genau deshalb ist die Grauzone wichtig. Sie lässt Raum für Urteil und schützt vor Panik auf der einen und Hype auf der anderen Seite.

Faustregel
“Das Ziel ist nicht Glaube. Das Ziel ist Urteilsvermögen.”
Beim Business Case anfangen

Erst der Anwendungsfall

Bevor Sie ein Modell wählen oder ein Tool kaufen, definieren Sie das Geschäftsproblem.

Fragen Sie, wo GenAI wirklich helfen kann. Schauen Sie dann, wie andere das gleiche Problem lösen. Wo liegt Ihre Lücke? Brauchen Sie ein eigenes Produkt, eine Workflow-Änderung oder Unterstützung durch die IT?

  • Wo spart KI Zeit oder verbessert Qualität?
  • Wie lösen andere dieses Problem heute?
  • Was fehlt in unserem aktuellen Prozess?
  • Brauchen wir ein Produkt oder einen besseren internen Workflow?
  • Lohnt es sich überhaupt?
“Wenn der Business Case schwach ist, ist auch der KI-Fall schwach.”
Langsam vorgehen

Ein Tool nach dem anderen

Der Markt ist voller neuer Modelle und Produkte. Dieses Rauschen bringt selbst gute Teams dazu, zu schnell zu springen.

Für Business-Anwender beginnt es mit Prompting. Suchen Sie nach Aufgaben, die sich schon heute an KI delegieren lassen, und bauen Sie dann eine kleine Prompt-Bibliothek um diese Fälle herum auf.

Teilen Sie diese Prompts mit Ihren Kolleginnen und Kollegen, vergleichen Sie Ergebnisse und einigen Sie sich auf gemeinsame Formulierungen. So bekommt das Team eine gemeinsame Basis, bevor jemand über größere Tools oder Workflow-Änderungen spricht.

Starten Sie mit Prompts, lernen Sie, was sich bereits delegieren lässt, und bauen Sie mit den Menschen um Sie herum eine gemeinsame Sprache auf.

Abschließender Rat

In kleinen Schritten

GenAI ist groß. Kein Grund zur Panik. Klein anfangen, aus der Nutzung lernen und nur dann weitergehen, wenn der nächste Schritt begründet ist.

So bleibt man in der Grauzone handlungsfähig: mit dem Business Case anfangen, ein Tool nach dem anderen einführen und vom Austausch mit anderen weiterlernen.

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